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Bewusste Ernährung – Teil 2

  • 20. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Ayurveda, der Weg der Mitte!


Im ersten Teil habe ich darüber geschrieben, dass Ernährung und Gesundheit etwas ganz Persönliches sind, die von unseren Erfahrungen und Lebensumständen geprägt werden. Wollen wir sie ändern, kann uns nur das eigene Körper-Geist-Seelen-Gefüge den Weg aufzeigen. Ayurveda, das Wissen vom Leben, ist ein Zugang, der diese Unterschiede miteinbezieht. Dieses alte und sehr umfassende Heilwissen ist über 5.000 Jahre alt. Es erfährt gerade eine Renaissance, weil immer mehr Menschen auf der Suche nach ganzheitlichen Antworten sind. Ayurveda vermag, was die moderne Medizin nicht kann. Menschen zu heilen. Ayurveda versteht nämlich, dass die feinstofflichen Ebenen und die grobstofflichen Ebenen sich gegenseitig ergänzen.


Gesundheit ist Balance.
Gesundheit ist Balance.

In diesem Blog-Beitrag möchte ich dir die 3 Konstitutionstypen (Doshas) vorstellen. Das Wunderbare an Ayurveda ist, dass es nicht wertet. Ein Konstitutionstyp ist nicht besser als der andere. Wir sind eben alle verschieden und das ist auch gut so. Grundsätzlich kommt es ganz selten vor, dass man rein nur ein Konstitutionstyp ist. Die meisten von uns sind Mischtypen. Im Rahmen dieses Blog-Beitrags werde ich aber nur auf die Grundtypen eingehen, um dir einen groben Überblick zu verschaffen. Die Doshas sind grundlegende Lebensenergien und steuern unseren Körper und unseren Geist. Dosha bedeutet – Das, was aus dem Gleichgewicht kommen kann. Prakriti ist die Grundkonstitution mit der wir auf die Welt kommen. Vikriti ist das momentane Ungleichgewicht unserer Doshas, welches wir durch unsere Ernährung und unseren stressigen Lebenstil verursacht haben, was zu Krankheit und Unwohlsein führt.


Vata-Typ

Immer in Bewegung

Elemente: Äther und Wind

Prinzip: Bewegung

Körperlich: schlank, schmal, feingliedrig

Seelisch: aufgewühlt, ängstlich, unentschlossen, freiheitsliebend

Geistig: schnelle Auffassungsgabe, viele Gedanken und Ideen, geistreich, eigenwillig, vielseitig

Schlagworte: beweglich, leicht, veränderlich


Pitta-Typ

Zielstrebig voran

Elememente: Feuer und Wasser

Prinzip: Umwandlung/Stoffwechsel

Körperlich: muskulös, athletisch, körperliche Kraft und Stärke

Seelisch: scharfsinnig, zielstrebig, durchsetzungsstark

Geistig: ehrgeizig, impulsiv, risikobereit

Schlagworte: heiß, scharf, aktiv


Kapha-Typ

Ein Fels in der Brandung

Elemente: Wasser und Erde

Prinzip: Stabilität/Struktur

Körperlich: Körperbau ist eher schwer, neigt zu Übergewicht

Seelisch: ausgeglichen, anhänglich, treu und naturverbunden

Geistig: ausdauernd, beständig, geduldig, zuverlässig

Schlagworte: ruhig, geerdet, stabil


Wie wir sehen, haben alle 3 Konstitutionstypen unterschiedliche Bedürfnisse. Während Kapha leicht zunimmt, hat Vata Schwierigkeiten das Gewicht zu halten. Das hängt am Agni, dem Verdauungsfeuer. Während Kapha eher ein kleines Flämmchen besitzt, brennt es bei Pitta lichterloh und bei Vata schwankt das Agni mal so und mal so. Nach dem ayurvedischen Verständnis basiert jede Erkrankung auf einem gestörten Agni, wie der folgende Ayurvedische Leitsatz verdeutlicht: "Wer richtig isst, braucht keine Medizin – wer sich falsch ernährt, dem nutzt keine Medizin".



Das Agni ist dafür verantwortlich, dass der Körper gut mit Nährstoffen versorgt ist und wir viel Lebensenergie haben. Haben wir ein schwaches Agni oder überladen wir unseren Körper mit zu viel ungesundem Essen, dann entsteht Ama. Das sind Stoffwechselrückstände, unverdautes Essen, dass im Darm bleibt, Schlacken und andere Toxine, die unsere Gesundheit beeinträchtigen. Haben wir ein starkes Agni und nähren wir unseren Geist und unseren Körper, dann entstehen Ojas. Ojas sind unsere Lebensenergie, unsere Strahlkraft, das feinstoffliche Endprodukt der Verdauung. Somit entscheidet das Agni über unsere Gesundheit, Langlebigkeit und Vitalität.


Ayurveda versteht also die feine Balance des Körper-Geist-Seelen-Gefüges und ist immer darum bemüht das natürliche Gleichgewicht wieder herzustellen, während es unsere unterschiedlichen Voraussetzungen miteinbezieht. Dadurch wird unsere Individualität gewürdigt, aber auch das, was uns alle verbindet. Unsere Doshas werden im Einklang mit allgemeingültigen Grundsätzen wieder ins Lot gebracht.


Laut Ayurveda liegt das Wohlbefinden eines jeden in der eigenen Hand, wie das Wort Svastha (Gesundheit), was wörtlich „im eigenen Selbst verweilen“ (Sva = Selbst, Stha = stehen/bleiben/gefestigt sein) bedeutet, schon aufzeigt. Wieder einmal geht es um Selbstverantwortung. Bringen wir uns mit Messer und Gabel um oder strahlen wir um die Wette? Das ist ganz alleine unsere Entscheidung.


Wie immer freue ich mich über eure Kommentare und wünsche euch alles Gute auf eurem Lebensweg. NAMASTE!

 
 
 

Kommentare

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Anna Krall

Willkommen bei GoldenAeon!
Ich hätte da eine Bitte:

Ich freue mich über eure Kommentare und Anregungen, bitte aber um einen respektvollen und höflichen Umgangston. Wer erwartet mit Toleranz behandelt zu werden, sollte sich auch selbst in Toleranz üben.

"Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu."

Es gibt viele verschiedene Wahrheiten und Überzeugungen, die alle nebeneinander existieren können. Wenn einem etwas nicht gefällt, muss man nicht seine Zeit und Energie verschwenden, um jemand anderem die eigene Meinung aufzuzwingen. Diese Energie kann man auch für Selbstentwicklung und Selbstfürsorge verwenden. 

"Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust, mit Idioten zu diskutieren."
Albert Einstein

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