Gefangen in der dunklen Matrix?
- 1. Mai
- 3 Min. Lesezeit
Warum fühlen wir Menschen uns oft so gefangen? Wir stecken in Jobs, Familiensituationen oder Geldmangel fest und können scheinbar nicht aus. Es kommt uns so vor, als würde uns nur eine gläserne Wand von all dem trennen, was wir uns so sehnlichst wünschen. Wir können es sehen? Es ist in Reichweite. Trotzdem fühlen wir uns vollkommen impotent diese Glaswand zu zerbrechen. Woher kommt dieses Gefühl des Eingesperrtseins? Unsere Welt kommt uns klaustrophobisch vor, obwohl wir da draußen, hinter dieser Wand, das blühende Leben in all seiner Vielfalt und Weite sehen können. Welche innere Blockade hält uns davon ab den Schlaghammer in die Hand zu nehmen und die illusorische Trennung zu zertrümmern?

Wir sind wie eingefroren, hilflos den Widrigkeiten des Lebens ausgesetzt und vollkommen unfähig irgendetwas dagegen zu tun. Wie trainierte Äffchen funktionieren wir automatisch im öden Alltag, der sich jeden Tag aufs Neue wiederholt, und trotzdem brechen wir nicht aus. In der Früh stehen wir auf und beginnen erneut den gewohnten Alltagstrott mit der üblichen Apathie, die uns davon abhält die eindringlichen Schmerzensschreie unserer Seele zu hören. Unser innerer Kompass zeigt uns schon lage auf, dass wir auf dem falschen Weg sind. Unser Körper ist gekrümmt vor Schmerzen und Scham. Unsere Freude ist schal und getrübt. Was passiert hier? Wir sind wie abgeschaltet. Hier fließt nichts...
Martin Seligman prägte den Begriff erlernte Hilflosigkeit. Sind wir als Kinder gefangen in einer Familiensituation, wo wir nicht respektiert werden, wo wir ignoriert werden, wo wir ungerecht beschämt werden, wo unsere Bedürfnisse und Wünsche nicht zählen, wo wir körperlich, verbal oder sexuell missbraucht werden, dann erfahren wir die absolute Impotenz. Kinder sind auf die Erziehungsberechtigten angewiesen, um ihr Überleben zu sichern. Diese Impotenz hat katastrophale Auswirkungen auf unser Nervensystem, denn sie bewirkt, dass wir ständig in einer hohen Alarmbereitschaft sind, aber nicht kämpfen, fliehen oder uns verstecken können. Wir können nicht aus. Gaspedal und Bremse werden gleichzeitig betätigt, was unsere körperliche, seelische und psychische Gesundheit stark in Mitleidenschaft zieht. Irgendwann erreichen wir den Punkt des sogenannten Functional Freeze. Wir funktionieren nach außen hin zwar, sind innerlich aber wie abgestorben und taub. Das Trauma ist in unserem Körper-Geist-Seelen-Gefüge auf unbestimmte Zeit eingefroren, bis wir genug Sicherheitsgefühl entwickelt haben, um uns unseren inneren Dämonen zu stellen und die Türe unseres gläsernen Gefängnisses zu öffnen.
Auch traumatische Erlebnisse im Erwachsenenalter, wo wir nicht entkommen konnten, können die Freeze-Reaktion auslösen. Eingefrorene Menschen laufen wie Zombies durch die Gegend. Man nimmt die Realität dann wie durch einen Schleier wahr. Alles wirkt irgendwie abgestumpft. Diese Abgestumpftheit wird zur Normalität, weshalb uns oft gar nicht bewusst ist, dass hier etwas nicht stimmt. Diese innere Abgeschnittenheit vom pulsierenden Leben macht uns natürlich nicht glücklich, sondern fördert unseren Frust und unsere Unzufriedenheit. Sämtliche System weltweit sind so aufgebaut, dass wir möglichst wenig Freiheiten haben und gefangen sind in einer Struktur, die nur den Wenigen dient, die diese Strukturen erschaffen haben. Wir sind also kollektiv in erlernter Hilflosigkeit eingefroren und können den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, denn Trauma wird von Generation zu Generation weitergegeben. Über unsere DNS vererben wir Traumamuster, die selbst noch unsere Nachkommen gefangen halten.
Wirkliche Freiheit wäre doch immer alles zu haben, was man braucht, damit sich die Seele voll ausdrücken kann, oder? Die Dunklen nehmen sich alle Freiheiten, die sie haben wollen, während wir nach ihren Spielregeln funktionieren müssen. Natürlich beklagen wir uns ausführlich darüber. Wir beschweren uns bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag über diese einengenden, unfairen und übergriffigen Strukturen der Dunklen, aber aktiv werden wir nicht. Solange wir nur jammern, nörgeln oder meckern, stellen wir überhaupt keine Gefahr für die Dunklen dar. Dann sind wir ja auch emsig damit beschäftigt uns im Selbstmitleid zu suhlen. Fangen wir allerdings an das Trauma in uns aufzutauen, Selbstwirksamkeit zu üben und in die göttliche Anbindung zu gehen, werden sie Angst bekommen. Erinnern wir uns an die wahre Schöpferkraft, die in jedem von uns steckt, heißt es Game Over für die Dunklen.
Freiheit ist ein großes Thema. Der süße Duft der Freiheit lockt uns mit freudiger Verheißung. Nichtsdestotrotz stellt sich auch hier die Frage, ob wir die göttliche Freiheit unserer Seele leben, oder die egozentrische "Freiheit", die anderen ihre Freiheit nimmt. Können wir mit Freiheit überhaupt umgehen? Haben wir die nötige Reife, um uns nicht die Freiheit zu nehmen andere zu missbrauchen oder auszunutzen? Freiheit bring Verantwortung mit sich. Schließlich lautet die goldene Regel: Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.
Wie immer freue ich mich über eure Kommentare und wünsche euch alles Gute auf eurem Lebensweg. NAMASTE!






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