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Positivity-Zwang

  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Immer gut drauf zu sein kann ganz schön anstrengend sein. Das eingefrorene Grinsen unter allen Umständen aufrechtzuerhalten ist energieraubend. Damit die Maske der falschen Fröhlichkeit nicht verrutscht, müssen wir unsere wahren, authentischen Gefühle unterdrücken. Was man allerdings unterdrückt, drückt sich woanders aus. Zumeist durch Krankheit im Körper. Dr. Gabor Maté hat ein ganzes Buch darüber geschrieben, wie unterdrückte Gefühle den Körper krank machen: „Wenn der Körper nein sagt: Wie chronischer Stress krank macht - und was Sie dagegen tun können“.


Das Leben ist bunt, denn es hat alles zwei Seiten!
Das Leben ist bunt, denn es hat alles zwei Seiten!

Der moderne Mensch ist Experte darin die eigenen Gefühle zu unterdrücken. Wir werden schon in frühester Kindheit dazu angehalten. Sogar die Selbsthilfeindustrie erklärt uns, dass wir immer strahlen müssen, nur positiv sein dürfen, wenn wir ein erfülltes Leben haben wollen. Folgt man diesen Vorgaben, dann ist man nicht im Fluss, denn Gefühle müssen fließen können, damit sie unser Energiesystem und unseren Körper wieder verlassen können. Keiner will sich mit „negativen“ Gefühlen herumplagen. Wir ignorieren sie bei uns selbst und auch bei unseren Mitmenschen. Kaum jemand hat die innere Festigkeit wirklich am Leid eines anderen teilzuhaben, wirklich zuzuhören oder dafür einfach mit dem Notleidenden in dieser schweren Energie zu sitzen.


Warum bleiben positive Gefühle eigentlich nicht in unserem Körper stecken? Wieso verursachen schöne Gefühle keine Energieblockaden? Die Antwort ist ganz einfach. Weil wir keine Angst davor haben sie zu fühlen. Es fühlt sich gut an schöne Gefühle zu fühlen. Negative Gefühle zu fühlen ist schließlich unangenehm oder beängstigend, weswegen wir vermeiden negative vollständig zu fühlen, was bewirkt das Energieblockaden in unserem System entstehen. Gefühle sind zum Fühlen da! Das gilt für positive und für negative Gefühle.


Das Problem, was wir als Gesellschaft haben ist, dass die Wenigsten von uns gelernt haben mit Gefühlen sinnvoll umzugehen. Kinder lernen Gefühlsregulation durch ihre Erziehungsberechtigten, da sie sich noch nicht selbst regulieren können. Sie brauchen einen Erwachsenen, der ihnen hilft gut durch das kindliche Gefühlschaos zu kommen. Sind die Eltern gut reguliert und lehren sie dem Nachwuchs liebevoll einen positiven Umgang mit Gefühlen, dann kann man sich auch als Erwachsener gut selbst regulieren. Wenn einem niemand aus dem kindlichen Wutanfall, der Traurigkeit oder der Angst heraushilft, dann wird man auch als Erwachsener Probleme damit haben wieder in einen ausgeglichenen Zustand zu kommen.



Das Wort Emotion – In Bewegung – verrät uns schon, dass Gefühle immer in Bewegung sein sollten, damit sie nicht im Körper feststecken. Es gibt zwei Emotionen – Angst und Liebe. Alle anderen Gefühle kommen aus einer dieser beiden Emotionen. Angst bedeutet Trennung und Liebe bedeutet Anbindung. Kinder brauchen eine stabile Anbindung an die Eltern, damit sie sich vollständig, also ganzheitliche, entfalten können und um zu ausgeglichenen, liebevollen Menschen zu werden. Haben wir diese liebevolle Unterstützung nicht, dann reagieren wir über oder überhaupt nicht, weil unsere Gefühle ein Eigenleben entwickeln oder wir so abgestumpft sind, dass wir gar nichts mehr fühlen können.


Gefühle sind ein potentes Lebenselixier. Sie haben Einfluss auf unsere Gesundheit und unsere Schöpferkraft. Positive und negative Gefühle sind aktiv daran beteiligt unsere Lebenserfahrung zu formen. Die Frage ist nur, wieviel Kontrolle wir über unsere Gefühle haben? Leben wir in Vermeidung und sind dadurch zu einem abgestumpften Dasein verdammt oder haben wir die Kontrolle vollkommen verloren und drehen bei der kleinsten Kleinigkeit durch. Ein ausgeglichenes Nervensystem ist überlebenswichtig, denn es steuert alle vitalen Funktionen im Körper. Ein gesunder Umgang mit Gefühlen, für uns selbst und für die Kinder, sollte also ganz oben auf unserer Liste stehen.


Wie immer freue ich mich über eure Kommentare und wünsche euch alles Gute auf eurem Lebensweg. NAMASTE!

 
 
 

Kommentare

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Anna Krall

Willkommen bei GoldenAeon!
Ich hätte da eine Bitte:

Ich freue mich über eure Kommentare und Anregungen, bitte aber um einen respektvollen und höflichen Umgangston. Wer erwartet mit Toleranz behandelt zu werden, sollte sich auch selbst in Toleranz üben.

"Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu."

Es gibt viele verschiedene Wahrheiten und Überzeugungen, die alle nebeneinander existieren können. Wenn einem etwas nicht gefällt, muss man nicht seine Zeit und Energie verschwenden, um jemand anderem die eigene Meinung aufzuzwingen. Diese Energie kann man auch für Selbstentwicklung und Selbstfürsorge verwenden. 

"Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust, mit Idioten zu diskutieren."
Albert Einstein

Vielen Dank für dein Verständnis!

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