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Deine Ruheoase

vor 17 Stunden
3 Min. Lesezeit

So erschaffst du einen Ort, an dem dein Nervensystem sofort auf „Sicherheit“ schaltet


Wer in Meditation geübt ist, kann praktisch überall meditieren, weil der Körper und das Nervensystem den Prozess verinnerlicht haben. Steht man allerdings am Anfang, sind Routine und ein bewusster Rückzug aus dem Alltag wichtige Hilfsmittel, um dem Nervensystem zu zeigen, dass es in den Ruhe- und Sicherheitsmodus umschalten kann.


Die äußere Reizflut sollte so weit als möglich reduziert werden, um Ablenkungen zu vermeiden. Unser Gehirn scannt ständig im Außen und im Innen auf Gefahren. In der Wissenschaft nennt man das Neurozeption. Besonders schrille, drängende Geräusche, die den Herzrhythmus stören – wie das lästige Piepen eines Smartphones –, können den Körper augenblicklich in Stress versetzen. Auch unerledigte Dinge wie die sich türmende Schmutzwäsche oder das unordentliche Frühstücksgeschirr sind Spiegel für das Chaos in uns. All diese Dinge machen es unserem Nervensystem extrem schwer, zur Ruhe zu kommen.


Warum ist eine persönliche Ruheoase wichtig?


Dein Gehirn liebt Gewohnheit Gesunde Gewohnheiten ersparen unserem Gehirn enorm viel Zeit und Energie. Indem du immer wieder am gleichen Ort meditierst, lernt dein Gehirn schneller, was du von ihm möchtest. Mit anderen Worten, es schaltet mit der Zeit leichter und schneller in den Ruhemodus. Dein Nervensystem wird wieder flexibler und anpassungsfähiger, anstatt in schädlichen Mustern zu verharren. Meditierst du immer woanders, muss sich dein Gehirn jedes Mal neu orientieren.


Reizüberflutung ausschalten Unsere 5 Sinne liefern unserem Gehirn ständig Feedback aus der Umgebung. Wenn dein Blick während der Meditation auf unerledigte To-Dos oder Chaos fällt, schnellt der Cortisolspiegel sofort wieder hoch. Drückt dir die enge Jeans die Atemluft ab oder liegt ein störender Geruch in der Luft, musst du gegen diese Reize ankämpfen. Berührst du unabsichtlich etwas mit deinem Arm, wird dein Gehirn versuchen herauszufinden, was das ist. Es ist wirklich wichtig, dass sich dein Körper wohlfühlt, damit er entspannen kann.


Die richtige Licht-Biologie Grelles Licht blockiert die Entspannung direkt auf biologischer und psychologischer Ebene, da unser Körper evolutionär darauf programmiert ist, bei Helligkeit in den Leistungsmodus zu schalten. Die Stresshormonproduktion springt dann an und der Sympathikus bleibt aktiv. Ruhe fällt dem Körper dann schwer.


Gib deinem Körper Halt Versuche unter keinen Umständen in einer für dich unbequemen Position zu meditieren, weil du es irgendwo gesehen oder gelesen hast. An der perfekten Haltung kannst du später arbeiten. Am Anfang ist es wichtig, dass zuerst einmal dein Körper entspannen kann, damit sich dein Geist beruhigt. Keine zu heißen oder zu kalten Räume, keine zu harten oder ungemütlichen Unterlagen, lass es dir gutgehen. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Schön langsam einen Schritt nach dem anderen…


Digitale Quarantäne Das Smartphone ist der Endgegner jeglicher Stressregulation. Selbst wenn es stummgeschaltet auf der Matte liegt, weiß dein Gehirn um seine Präsenz und bleibt in einer subtilen Lauerstellung. Smartphones und Social Media sind psychologisch so konzipiert, dass sie unsere Aufmerksamkeit vollkommen beanspruchen, damit wir möglichst lange auf diesen Seiten verharren und unsere kostbare Lebenszeit mit Scrollen verbringen.


Tipp: Bei geführten Meditationen aus dem Netz kannst du einfach den „Nicht stören“-Modus einschalten, damit du ganz bei dir bleiben kannst.


Erschaffe deine ganz persönliche Wohlfühloase


Du weißt nun, was zu beachten ist, aber wo und wie du dich am besten entspannst, weißt nur du. Ist es vor einem großen Fenster mit Blick in den Garten, unter deinem Lieblingsbaum, bei Kerzenschein, auf deiner Yogamatte oder in deinem Lieblingsstuhl?


Das einzig Wichtige ist, dass du dich nicht verletzen kannst und dass sich dein Körper wohlfühlt, damit deine Gedanken und deine Gefühle zur Ruhe kommen können. Solange dein Körper nicht entspannt ist, läuft das Gedankenkarussell mit Hochtouren weiter. Versuche möglichst alle Störfaktoren zu beseitigen. Und mach dir keinen Stress, wenn’s mal nicht klappt. Dann klingelt der Postbote halt, oder du hast vergessen, das Handy abzuschalten. Davon geht die Welt nicht unter. Du kannst jederzeit von Neuem beginnen.


Baue dir ein Nest, besorge dir eine Kuscheldecke oder eine Wärmflasche und höre Meditationsmusik, wenn du möchtest. Sei gut zu dir selbst. Der laute, fordernde und stressige moderne Lebensstil verlangt unserem Körper schon genug ab. Wenn wir uns sanft eingehüllt oder warm umgeben fühlen, erfüllt das unser Urbedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit – ähnlich wie das Einpucken bei Babys.


Deine Ruheoase ist der physische Beweis dafür, dass du dir selbst wichtig bist. Sie ist die Einladung an dein System, die Waffen des Alltags für ein paar Minuten niederzulegen. Du musst nicht warten, bis die ganze Welt um dich herum still wird – erschaffe dir deine eigene Stille mitten im Sturm.


Alle meine geführten Meditationen findest du hier!



 
 
 

Kommentare

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Anna Krall

Willkommen bei GoldenAeon!
Ich hätte da eine Bitte:

Ich freue mich über eure Kommentare und Anregungen, bitte aber um einen respektvollen und höflichen Umgangston. Wer erwartet mit Toleranz behandelt zu werden, sollte sich auch selbst in Toleranz üben. 
Es gibt viele verschiedene Wahrheiten und Überzeugungen, die alle nebeneinander existieren können.

​

"Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu."

​

Vielen Dank für dein Verständnis!

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DISCLAIMER:
Auf diesem Blog teile ich das, was ich selbst lernen durfte, meine persönliche Meinung sowie meine spirituellen Einsichten.

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Die bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und der kollektiven Bewusstseinserweiterung.

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