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Stillsitzen, nein danke!

vor 14 Stunden
3 Min. Lesezeit

Starre Meditation kann dein Nervensystem sabotieren


Stillsitzen ist nicht für alle von uns leicht. Nicht jeder ist ein Couchpotato, der stundenlang herumlungern kann. Zappelphilippe und ADHS-Geplagte wissen genau, was ich meine. Außerdem ist äußere Stille noch lange kein Garant für innere Ruhe.


Ein dysreguliertes Nervensystem ist die Ursache für so manche stressbedingte, chronische oder „unheilbare“ Krankheit. Genau aus diesem Grund ist Stillsitzen auch nicht immer zielführend. Ein aktiviertes Nervensystem beruhigt sich viel schneller durch Bewegung statt durch Stillsitzen. Versuchen wir, innerlich einem hungrigen Bären zu entkommen, wird unser Körper durch erzwungenes Stillsitzen nur noch gestresster.


Befindet sich unser Körper im Fight-, Flight- oder Freeze-Modus, mobilisiert unser System enorme Mengen an Energie. So kann eine zarte Frau alleine ein Auto hochstemmen, unter dem ihr Kind eingeklemmt ist. In unserem Körper kursieren in diesem Moment eine immense Menge an motorischer Energie und Stresshormonen (Adrenalin und Cortisol). Kann der Körper aber weder kämpfen noch flüchten bzw. durch Erstarrung oder Verstecken der Gefahr entkommen, bleibt diese enorme Menge an mobilisierter Energie in unserem System stecken.


Erst durch das Beenden von nicht ausgeführten Flucht- oder Kampfhandlungen kann sich diese Energie entladen und der Körper die Stresshormone abbauen und ausscheiden. Verordnetes Stillsitzen ist somit kontraproduktiv und arbeitet direkt gegen unsere körperlichen Urinstinkte.


Du möchtest trotzdem von Meditation profitieren?


Dynamische Meditationstechniken können der inneren Unruhe am Anfang oder bei akutem Stress ein Schnippchen schlagen. Hier sind 3 Meditationsarten, die dein Nervensystem dort abholen, wo es sich gerade befindet.


1. OSHO Dynamische Meditation

Diese Technik ist der absolute Klassiker der aktiven Meditationen. Sie dauert eine Stunde, besteht aus fünf Phasen und wird traditionell am frühen Morgen durchgeführt, um festsitzende Blockaden radikal aufzubrechen.


Die Phasen:

  1. Chaos-Atmung: Schnelles, intensives Atmen durch die Nase, um das System energetisch aufzuladen.

  2. Katharsis (Ausbruch): Alles rauslassen! Schreien, Weinen, Lachen, Trampeln oder Tanzen – der pure biologische Befreiungsschlag für festsitzende Emotionen.

  3. Mantra-Springen: Mit erhobenen Armen auf den flachen Füßen auf- und abspringen und dabei den Ton „Huu!“ tief im Bauch vibrieren lassen.

  4. Stopp-Phase: Auf der Stelle einfrieren. Absolute Bewegungslosigkeit, um Zeuge der pulsierenden Energie im Körper zu werden.

  5. Feiern: Freier, freudvoller Tanz, um die neu gewonnene Leichtigkeit in das System zu integrieren.


Wichtiger Sicherheitshinweis zur OSHO Meditation:

Bitte beachte, dass du diese Meditation am besten mit einem ausgebildeten Meditationstrainer machst, um dich selbst nicht zu überfordern. Werden traumatische Erinnerungen, überwältigende Gefühle oder beängstigende Flashbacks ausgelöst, beende die Meditation bitte sofort und suche dir professionelle Hilfe, um eine Retraumatisierung zu verhindern.


2. Intuitives Tanzen (Der Weg zurück zur kindlichen Leichtigkeit)

Im Gegensatz zu Tanzstilen mit festen Schritten gibt es beim intuitiven Tanzen keine Regeln, kein „Richtig“ und kein „Falsch“. Du schließt die Augen, lauschst der Musik und erlaubst deinem Körper, sich genau so zu bewegen, wie er es in diesem Moment braucht – sei es wildes Hüpfen, sanftes Wiegen oder kraftvolles Stampfen. Verlasse dich auf deine Intuition und die Weisheit deines Körpers. Er weiß genau, welche Bewegung dir gerade guttut.


Warum es wirkt: Es holt dich radikal aus dem Kopf und bringt dich zurück in das reine Spüren. Indem du die Kontrolle abgibst, beendest du unvollendete Flucht- oder Kampfreaktionen deines Systems und schenkst deinem Körper genau die Flexibilität und Leichtigkeit zurück, die wir als Kinder ganz natürlich gelebt haben. Fließende und rhythmische Bewegungen geben deinem System eine neue Struktur, an der es sich orientieren kann.


3. Gehmeditation (Die meditative Erdung)

Wenn das Stillsitzen den Geist rasen lässt, kann das bewusste Gehen ein wunderbarer Anker für deine Gedanken sein. Vor allem, wenn wildes Herumgehüpfe körperlich nicht möglich ist, kann langsames, bewusstes Gehen der erste Schritt zu mehr innerer Ruhe sein.

Im Gegensatz zum alltäglichen Spaziergang oder dem eiligen Erledigen von Wegen geht es bei der Gehmeditation nicht darum, irgendwo anzukommen. Der Weg und jeder einzelne Schritt selbst sind das Ziel. Du verlangsamst dein Tempo drastisch, richtest den Blick weich nach vorne und lenkst deine gesamte Aufmerksamkeit auf die Sohlen deiner Füße.


Warum es wirkt: Das langsame, bewusste Abrollen der Füße – von der Ferse über den Ballen bis zu den Zehen – stimuliert unzählige Nervenenden und holt dich radikal in das Hier und Jetzt zurück. Indem du deine Schritte mit einem ruhigen Atemrhythmus synchronisierst (z. B. drei Schritte einatmen, drei Schritte ausatmen), signalisierst du deinem Nervensystem absolute Sicherheit. Es ist eine kraftvolle, zentrierende Praxis, die dir dabei hilft, die Lebensenergie harmonisch im Körper zu verteilen, ohne dass du dich dafür in eine starre Sitzposition zwingen musst.


Meditation ist kein Wettbewerb im Stillsitzen. Meditation hat viele Gesichter und wurde über Jahrhunderte hinweg auf verschiedenste Arten praktiziert. Das Ziel war aber immer das gleiche – bei dir anzukommen! Geh, schüttle oder tanz dich frei! Ich wünsche dir viel Spaß dabei, dich selbst wiederzuentdecken!


Alle meine geführten Meditationen findest du hier!

 
 
 

Kommentare

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Anna Krall

Willkommen bei GoldenAeon!
Ich hätte da eine Bitte:

Ich freue mich über eure Kommentare und Anregungen, bitte aber um einen respektvollen und höflichen Umgangston. Wer erwartet mit Toleranz behandelt zu werden, sollte sich auch selbst in Toleranz üben. 
Es gibt viele verschiedene Wahrheiten und Überzeugungen, die alle nebeneinander existieren können.

​

"Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu."

​

Vielen Dank für dein Verständnis!

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DISCLAIMER:
Auf diesem Blog teile ich das, was ich selbst lernen durfte, meine persönliche Meinung sowie meine spirituellen Einsichten.

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Die bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und der kollektiven Bewusstseinserweiterung.

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Dieser Blog ersetzt keinen Arzt oder Therapeuten!

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