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Selbstakzeptanz

  • 7. Aug.
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Aug.

Nachdem wir den Mut aufgebracht haben uns selbst kritisch zu betrachten, ist der nächste Schritt, uns selbst so zu akzeptieren, wie wir sind. Es ist also erneut der Mut des Helden gefragt, der schwierige Lektionen lernen muss, um seine Heldenreise siegreich zu beenden.


Selbstbewusstsein bedeutet nicht, dass man perfekt sein muss. Kinder verschwenden keinen Gedanken an Perfektion, wenn sie die Welt erforschen und sich ausprobieren. Nein, diese kleinen Engel haben einfach Spaß am Sein. Klappt mal etwas nicht so ganz, na und. Meistens ist ein kleines Hoppla sogar saukomisch. Es sind die Erwachsenen, die das Verhalten der Kinder als gut oder schlecht bewerten. Leider internalisieren Kinder diese Bewertungen und werden zu sehr ernsten Erwachsenen, die ständig schwarzsehen und sich selbst nicht besonders leiden mögen.


Die allmächtige Scham!

Scham ist wohl der größte Bremsklotz, den es zu überwinden gibt, wenn man seinem wahren Selbst näherkommen möchte. Wir Menschen sind soziale Tiere. Wir wollen dazugehören und Teil einer Gemeinschaft sein. Scham soll uns vor sozialer Ausgrenzung beschützen. Sie gibt uns die Möglichkeit unser Verhalten anzupassen. Sind wir noch klein, hängt unser Überleben davon ab gut eingegliedert zu sein, ganz egal wie dysfunktional die Erwachsenen um uns auch sind. Unser Selbsterhaltungstrieb sorgt dafür, dass wir uns anpassen und unser wahres Selbst unterdrücken.


Sobald wir mobil werden, hagelt es Kritik an unserem Verhalten. Haben wir keine sensiblen Eltern, die uns zur Seite stehen, wenn wir die Welt erforschen, dann lernen wir uns für das, was wir sind, zu schämen. Schuldig fühlen wir uns für das, was wir tun, aber schämen tun wir uns für uns selbst. Es ist enorm wichtig, dass hier differenziert wird zwischen dem, was wir tun, und dem, was wir sind. Wir alle machen Fehler, das heißt aber nicht, dass wir ein Fehler sind. Machen unsere Eltern hier keinen Unterschied, dann glauben wir, dass wir essenziell schlecht sind. Ich-bin-Affirmationen sind sehr mächtig. Viel zu viele Menschen machen sich klein und vergessen ihre wahre Größe.


Nicht umsonst hat uns Jesus dazu aufgerufen, wie die Kinder zu sein. Es ist wichtig, dass wir uns unsere Neugier, unsere Unvoreingenommenheit, unsere Freude, unsere Unschuld, unsere Lebenslust, unsere Reinheit und unser inneres Licht immer wieder in Erinnerung rufen, denn nur dann verkörpern wir unseren höchsten Aspekt. Das Auf und Ab des Lebens kann dann ungehindert durch uns hindurchfließen, ohne festzustecken und Blockaden zu verursachen. Leben wir spielerisch die Leichtigkeit der Kinder, dann fangen unsere Augen wieder an zu strahlen, denn dann leuchtet der Gottfunke in uns.



Was ist der Gottfunke?

Der Gottfunke ist der Teil von uns, der nicht beschmutzt, der nicht korrumpiert, der nicht verbogen, der nicht zerstört werden kann und der immerwährend unter all unseren falschen Glaubenssätzen, unseren „Fehlern“, unserer „Unzulänglichkeit“ und unserer „Imperfektion“ brennt wie tausend Sonnen. Dieser Funke ist das reine, klare, allgegenwärtige, allwissende, allmächtige, liebevolle Licht Gottes, welches alle Schatten vertreibt, wenn wir es aktivieren und das Ego auf seinen Platz verweisen.


Sieht man sich selbst in diesem Licht, begreift man eine höhere Wahrheit, die weit über das Verständnis des Egos hinausgeht. Man erkennt, dass das eigene Dasein einem höheren Zwecke dient, als bloß in diese kranke Gesellschaft zu passen. Öffnet man sich für dieses Bewusstsein, dann fällt es einem leichter Selbstakzeptanz zu praktizieren, weil man dann versteht, dass alles vergänglich ist und sich ständig wandelt, außer das Ego weigert sich mit dem Strom des Lebens zu fließen und seiner Bestimmung zu folgen.


Heile dein inneres Kind!

Googelt man „Wie heile ich mein inneres Kind?“, dann erhält man eine komplexe Liste an Ratschlägen. Man soll zum Beispiel alle alten, unbewussten Glaubenssätze und emotionalen Verletzungen aus der Kindheit aufarbeiten. Klingt nach viel Arbeit, oder? Kann man sich überhaupt an ALLE Vorkommnisse erinnern, damit man auch wirklich ALLE Glaubenssätze auflösen und ALLE verletzten Gefühle heilen kann? Aus meiner Perspektive kann man sich diese Mühe sparen, vor allem, weil man sich nur mehr und mehr in diesem undurchsichtigen Netz aus den Schatten der Vergangenheit verstrickt.


Es gibt eine Kraft, die so mächtig ist, dass sie alles heilt. Es ist die Liebe. Nur sie vermag es das innere Chaos in Ordnung zu verwandeln. Ordnung bedeutet Harmonie - Harmonie bedeutet Einheit - Einheit bedeutet Verbindung mit dem Göttlichen in dir.


Gesunde und ehrliche menschliche Verbindungen sind sehr wichtig, weil wir Menschen liebevolle Verbindungen brauchen, um zu heilen. Gib deinem inneren Kind, die Liebe und die Aufmerksamkeit nach denen es sich so sehr sehnt. Nimm es in den Arm und halte es einfach einmal! Was möchte es dir sagen? Was braucht es? Was bedrückt es? Höre einfach einmal genau hin!


Nein, ich meine, schau wirklich GENAU hin, hör‘ wirklich GENAU zu, denn wir alle wollen in unserer Ganzheit gehört, gesehen, verstanden und angenommen werden. Siehst du dein volles Potential? Was braucht dein inneres Kind? Sicherheit? Liebe? Welche emotionalen Bedürfnisse wurden nicht gestillt? Was muss endlich einmal ausgesprochen werden? Steckt dir was im Hals? Was hast du alles runtergeschluckt? Meldet sich dein Magen? Was wolltest du immer schon einmal tun? Dürfen deine Tränen endlich deinem Seelenschmerz Luft machen? Schreibe es auf, brülle es raus, tanze es aus deinem System, schüttel und rüttel dich oder renne es dir aus dem Körper. Bringe diese Energie in Bewegung und mache Platz für neue Impulse.


Schau dir diesen kleinen, einzigartigen, wunderbaren, unschuldigen Engel an der du einmal warst und spür die Liebe in deinem Herzen aufflammen. Schicke deinem inneren Kind von deinem zu seinem Herzen eine Welle inniger Liebe. Du bist so unendlich wertvoll! Danke, dass du da bist!

Somatische Körperübung für innere Sicherheit: Tue deinem inneren Kind etwas Gutes! Umarme dich selbst und zwar ganz fest! Setze oder stelle (schön locker, keine steifen Knie) dich bequem hin, stecke deine beiden Hände jeweils in die gegenüberliegende Achselhöhle und drücke zu so fest es dir angenehm ist. Entspanne dein Zwerchfell und lass deinen Atem ruhig und regelmäßig kommen und gehen. Wenn du magst, kannst du dich langsam hin- und herwiegen. Finde einen Rhythmus mit dem du dich wohlfühlst. Vielleicht möchtest du dir später auch sanft über die Schultern und Arme streicheln. Schalte z.B. Entspannungsmusik ein, setze dich unter einen Baum oder versprühe deinen Lieblingsduft, was auch immer dein Herz begehrt. Unter Umständen tut es dir Gut ein Mantra zu wiederholen: „Ich bin gehalten, ich bin sicher, ich bin beschützt.“ oder „Ich bin reine Liebe.“ Du kannst auch deinem inneren Kind beruhigende Boschaften zukommen lassen wie: „Ich beschütze dich nun. Du bist in Sicherheit und alles ist gut.“ oder "Du konntest es nicht besser wissen. Du warst noch viel zu klein dafür." Bleibe hier ein paar Minuten und erlaube dir diesen Akt der Selbstliebe.


Ich liebe diese Körperübung. Ich hoffe, sie beruhigt dich genauso wie mich. Diese somatische Übung wirkt nicht nur entspannend auf unser Nervensystem, sondern aktiviert auch unsere frühesten Kindheitserinnerungen. Wurden wir als Säuglinge oder Kleinkinder hochgehoben, dann platzierten die Erwachsenen genau dort ihre Hände, was uns Sicherheit, Geborgenheit und Unterstützung vermittelte. Als Erwachsene können wir uns nun unser Körpergedächtnis zu Nutze machen und uns dadurch selbst Halt geben. Die Achsel-Halte-Übung ermöglicht uns Selbstregulation. So können wir uns selbst nachträglich gute Eltern sein.

Meditation 4 Der siegreiche Atem



Wichtiger Hinweis: Bitte achte immer darauf, dass es dir bei allen Übungen und Meditationen gut geht. Im Fall von Trauma und intensiven psychischen Problemen rate ich dir dringend, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das ist keine Schande, sondern ein Zeichen von Selbstfürsorge. Dieser Blogbeitrag ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Diagnose und Behandlung.

 
 
 

Kommentare

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Anna Krall

Willkommen bei GoldenAeon!
Ich hätte da eine Bitte:

Ich freue mich über eure Kommentare und Anregungen, bitte aber um einen respektvollen und höflichen Umgangston. Wer erwartet mit Toleranz behandelt zu werden, sollte sich auch selbst in Toleranz üben. 
Es gibt viele verschiedene Wahrheiten und Überzeugungen, die alle nebeneinander existieren können.

"Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu."

Vielen Dank für dein Verständnis!

DISCLAIMER:
Auf diesem Blog teile ich das, was ich selbst lernen durfte, meine persönliche Meinung sowie meine spirituellen Einsichten.

Die bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und der kollektiven Bewusstseinserweiterung.

BITTE BEACHTE!​

Dieser Blog ersetzt keinen Arzt oder Therapeuten!

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